Freiwillige Feuerwehr
Berufsfeuerwehr
http://www.ff-benterode.de/index.html

© 2009 Freiwillige Feuerwehr
 

Berufsfeuerwehr

Die Berufsfeuerwehr beschäftigt in der Regel nur festangestellte Beamte im mittleren, gehobenen und höheren feuerwehrtechnischen Dienst über die Kommune. Ob eine Stadt oder Gemeinde über eine oder mehrere Berufsfeuerwehrwachen verfügen muss oder nicht, entscheidet die jeweilige Brandschutzordnung des Bundeslandes nach verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel der Einwohnerzahl des Ortes.

Die Aufgabe der Berufsfeuerwehr ist der Brandschutz sowie der Katastrophenschutz. Dazu zählt als wohl bekannteste Aufgabe der Berufsfeuerwehr, die ständige Einsatzbereitschaft und Bereithaltung der Fachkräfte innerhalb der Einsatzabteilung für eventuelle Rettungs-, Schutz- oder Bergungsaufgaben in Brandfällen, bei Überschwemmungen, Unfällen, Verschüttungen oder anderen Katastrophen. Darüber hinaus erfüllt die Berufsfeuerwehr aber auch andere wichtige Aufgaben in Sachen Prävention und Schutz. Die Fachkräfte der Berufsfeuerwehr führen Brandschutzbegehungen in öffentlichen Gebäuden durch, wirken an der Brandschutzerziehung in Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen mit, Unterstützeen den Rettungsdienst und organisieren den Betrieb von Leitstellen. Auch der Einsatz bei großen öffentlichen Menschenansammlungen, zu Zwecken der Brandprävention zählt zu den Aufgaben der Berufsfeuerweht. Zusätzlich muss die Funktionstüchtigkeit der Fahrzeuge und des Einsatzmaterials jederzeit gegeben sein, was wiederum zu ständiger Kontrolle und Instandsetzungsarbeiten führt.

Der berufliche Weg zur Feuerwehr führt im ersten Schritt durch ein hochfrequentiertes und anspruchsvolles Auswahlverfahren. Angebot und Nachfrage stehen in einem unausgeglichenem Verhältnis zueinander, da der Beruf des Feuerwehrbeamten in Deutschland nach wie vor äußerst beliebt ist. Je nach erreichtem Schulabschluss können sich Bewerber wie in jeder anderen Beamtenlaufbahn für einen Posten im mittleren, gehobenen oder höheren Dienst bewerben. Je höherwertiger der erreichte Schulabschluss, desto besser die mögliche Einstiegschance in einem höheren Dienstgrad. Bewerbungen für den gehobenen Dienst setzen eine Fachhochschulreife vorraus, Bewerbungen für den höheren Dienst ein abgeschlossenes Studium. Eine entsprechende gesundheitliche Eignung,Schwindelfreiheit, Intelligenz, Reaktionsvermögen und körperliche Fitneß bilden das Fundament für die Bewerbung und deren Nachweis ist für alle Bewerber und Singles verpflichtend. Die genauen Zugangsvorraussetzungen für den feuerwehrtechnischen Dienst regeln die Laufbahnverordnungen der einzelnen Bundesländer.

Bewerber sollten sich bereits vor Ihrer Bewerbung darüber in klarem sein, das die Arbeitszeiten im feuerwehrtechnischen Dienst sich über 12 bis 24 Stunden, über Feiertage und Wochenenden erstrecken. Hinzu kommen können Bereitschaftsdienste und Sondereinsätze. Alles zusammen führt zu einer Wochenarbeitszeit von bis zu 48 Stunden. Wer das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen hat, beginnt seine Ausbildung mit einem halbjährigen Intensivtraining. In dieser Zeit werden die anwärtigen Feuerwehrmänner und Frauen mit vielfältigen Not- und Katastrophensituationen konfrontiert. Sie werden zu kompententem, qualifiziertem und stressresistentem Handeln in Notfallsituationen angeleitet und geschult. Um möglichst realistische Lernbedingungen zu schaffen werden dazu bereits zu Beginn der Ausbildung kontrollierte Brände gestellt und Praktika in Brandwachen absolviert. Nach Beendigung der kompletten, mehrjährigen Ausbildung werden die Brandmeister und Brandmeisterinnen dann Ihrem zukünftigen Löschzug zugeteilt, indem Sie Ihre Aufgaben als Beamte des feuerwehrtechnischen Dienst verrichten. Die Berufsfeuerwehr bietet darüber hinaus aber auch weitere, zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten für Ihre Beamten, so dass die Karriere als Brandmeister oder Brandmeisterin nicht zwangsläufig im Löschzug enden muss.