Berufsfeuerwehr
Die Berufsfeuerwehr beschäftigt in der Regel nur
festangestellte Beamte im mittleren, gehobenen und höheren
feuerwehrtechnischen Dienst über die Kommune. Ob eine Stadt oder
Gemeinde über eine oder mehrere Berufsfeuerwehrwachen verfügen muss
oder nicht, entscheidet die jeweilige Brandschutzordnung des
Bundeslandes nach verschiedenen Kriterien, wie zum Beispiel der
Einwohnerzahl des Ortes.
Die Aufgabe der Berufsfeuerwehr ist der Brandschutz sowie der
Katastrophenschutz. Dazu zählt als wohl bekannteste Aufgabe der
Berufsfeuerwehr, die ständige Einsatzbereitschaft und Bereithaltung
der Fachkräfte innerhalb der Einsatzabteilung für eventuelle
Rettungs-, Schutz- oder Bergungsaufgaben in Brandfällen, bei
Überschwemmungen, Unfällen, Verschüttungen oder anderen
Katastrophen. Darüber hinaus erfüllt die Berufsfeuerwehr aber auch
andere wichtige Aufgaben in Sachen Prävention und Schutz. Die
Fachkräfte der Berufsfeuerwehr führen Brandschutzbegehungen in
öffentlichen Gebäuden durch, wirken an der Brandschutzerziehung in
Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen mit,
Unterstützeen den Rettungsdienst und organisieren den Betrieb von
Leitstellen. Auch der Einsatz bei großen öffentlichen
Menschenansammlungen, zu Zwecken der Brandprävention zählt zu den
Aufgaben der Berufsfeuerweht. Zusätzlich muss die
Funktionstüchtigkeit der Fahrzeuge und des Einsatzmaterials
jederzeit gegeben sein, was wiederum zu ständiger Kontrolle und
Instandsetzungsarbeiten führt.
Der berufliche Weg zur Feuerwehr führt im ersten Schritt durch ein
hochfrequentiertes und anspruchsvolles Auswahlverfahren. Angebot
und Nachfrage stehen in einem unausgeglichenem Verhältnis
zueinander, da der Beruf des Feuerwehrbeamten in Deutschland nach
wie vor äußerst beliebt ist. Je nach erreichtem Schulabschluss
können sich Bewerber wie in jeder anderen Beamtenlaufbahn für einen
Posten im mittleren, gehobenen oder höheren Dienst bewerben. Je
höherwertiger der erreichte Schulabschluss, desto besser die
mögliche Einstiegschance in einem höheren Dienstgrad. Bewerbungen
für den gehobenen Dienst setzen eine Fachhochschulreife vorraus,
Bewerbungen für den höheren Dienst ein abgeschlossenes Studium.
Eine entsprechende gesundheitliche Eignung,Schwindelfreiheit,
Intelligenz, Reaktionsvermögen und körperliche Fitneß bilden das
Fundament für die Bewerbung und deren Nachweis ist für alle
Bewerber und
Singles verpflichtend. Die genauen Zugangsvorraussetzungen
für den feuerwehrtechnischen Dienst regeln die Laufbahnverordnungen
der einzelnen Bundesländer.
Bewerber sollten sich bereits vor Ihrer Bewerbung darüber in klarem
sein, das die Arbeitszeiten im feuerwehrtechnischen Dienst sich
über 12 bis 24 Stunden, über Feiertage und Wochenenden erstrecken.
Hinzu kommen können Bereitschaftsdienste und Sondereinsätze. Alles
zusammen führt zu einer Wochenarbeitszeit von bis zu 48 Stunden.
Wer das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen hat, beginnt seine
Ausbildung mit einem halbjährigen Intensivtraining. In dieser Zeit
werden die anwärtigen Feuerwehrmänner und Frauen mit vielfältigen
Not- und Katastrophensituationen konfrontiert. Sie werden zu
kompententem, qualifiziertem und stressresistentem Handeln in
Notfallsituationen angeleitet und geschult. Um möglichst
realistische Lernbedingungen zu schaffen werden dazu bereits zu
Beginn der Ausbildung kontrollierte Brände gestellt und Praktika in
Brandwachen absolviert. Nach Beendigung der kompletten,
mehrjährigen Ausbildung werden die Brandmeister und
Brandmeisterinnen dann Ihrem zukünftigen Löschzug zugeteilt, indem
Sie Ihre Aufgaben als Beamte des feuerwehrtechnischen Dienst
verrichten. Die Berufsfeuerwehr bietet darüber hinaus aber auch
weitere, zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten für Ihre Beamten, so
dass die Karriere als Brandmeister oder Brandmeisterin nicht
zwangsläufig im Löschzug enden muss.